eLords entstand nicht aus einem einzelnen Projekt.
Viele der Gedanken dahinter lassen sich rückblickend über mehr als zwei Jahrzehnte in unterschiedlichen Projekten wiederfinden. Technologien, Branchen und Größenordnungen haben sich verändert. Bestimmte Fragestellungen erstaunlich wenig.
Domicilio24 / Piso24 – Immobilien
Die technische Vorgeschichte begann vor der Gründung. Domicilio24 wurde Mitte 2005 gegründet und entwickelte sich später in Richtung Piso24 weiter.
Es ging unter anderem um große Immobilienbestände, unterschiedliche Anbieter, Interessenten, Matching, CRM-nahe Prozesse, Datenaustausch und gemeinsame Plattformstrukturen.
Technologisch war diese Welt geprägt von Perl, PHP 3/4, JavaScript und eigenen pragmatischen Integrationsmechanismen.
Der interessante Punkt aus heutiger Sicht: Schon dort ging es nicht nur darum, eine Webseite zu bauen. Es ging darum, Menschen, Informationen und unterschiedliche Beteiligte über ein System miteinander zu verbinden.
Die historische Einordnung findet sich ausführlicher in der Case Study zu Domicilio24 / Piso24.
Später: Automotive
Jahre später tauchten ähnliche Fragestellungen in einem vollkommen anderen Umfeld wieder auf.
Im Automotive-Aftermarket ging es beispielsweise um große Produktbestände, Hersteller, Referenzen, Fahrzeugzuordnungen, unterschiedliche Vertriebskanäle, Bestände, Preise, Bestellungen und externe Plattformen.
Mit Systemen und Projekten rund um MAPCO, Autopartner24, MOCOM und dem späteren Trader-System änderte sich die Domäne.
Das strukturelle Problem blieb vertraut:
Viele Informationen. Viele Beteiligte. Viele Systeme. Viele Übergänge.
Vom einzelnen System zur Plattform
Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich zunehmend ein anderer Blick.
Nicht mehr nur:
„Wie bauen wir diese eine Funktion?“
Sondern:
„Welche Strukturen wiederholen sich eigentlich unter diesen unterschiedlichen Problemen?“
Dieser Gedanke findet sich heute beispielsweise in der LVP – Lordfox Vertical Platform wieder. LVP versucht wiederkehrende Plattformprobleme auf einer grundlegenderen Ebene zu betrachten.
Mit der Automotive Suite entsteht darauf wiederum eine konkrete Branchenanwendung.
- Konkretes ProblemEine Situation verstehen und lösen.
- Individuelle LösungDie passende Anwendung für den konkreten Kontext.
- Wiederkehrendes MusterErkennen, was in unterschiedlichen Projekten ähnlich bleibt.
- PlattformGemeinsame Grundlagen strukturiert weiterdenken.
- Spezialisierte ProdukteDie Grundlage auf eine konkrete Domäne übertragen.
eLords
eLords betrachtet das Thema noch einmal aus einer anderen Perspektive.
Nicht jedes Unternehmen braucht eine Plattform. Nicht jedes Problem braucht neue Software. Und nicht jeder Betrieb sollte seine Abläufe vollständig automatisieren.
Der Ausgangspunkt sollte zunächst sein:
Verstehen, wie Menschen, Informationen und Systeme heute tatsächlich zusammenarbeiten.
Erst danach lässt sich sinnvoll entscheiden, wo Technik helfen kann.
Der rote Faden
Die wiederkehrenden Fragen bleiben:
- Wie strukturieren wir Informationen?
- Wie verbinden wir Systeme?
- Wie bringen wir unterschiedliche Beteiligte zusammen?
- Wie verstecken wir technische Komplexität, ohne den Menschen die Kontrolle zu nehmen?
Einordnung
eLords war damals nicht der Plan. Der rote Faden wird erst im Rückblick sichtbar.
Gerade das macht die Einordnung glaubwürdig. Es handelt sich nicht um eine gerade, vorgezeichnete Entwicklung, sondern um Erfahrungen und Muster, die sich in unterschiedlichen Situationen immer wieder gezeigt haben.
Was daraus heute entsteht
Vielleicht ist eLords deshalb weniger der Beginn von etwas völlig Neuem.
Es ist vielmehr der Versuch, Erfahrungen und wiederkehrende Muster aus vielen Jahren in eine verständliche Struktur zu bringen – und daraus einen einfacheren Einstieg in Digitalisierung zu schaffen.
Das DigitalLabor dokumentiert diese Fragen, Erkenntnisse und Entwicklungen weiter. Der Blick auf die historische Plattformwelt von Domicilio24 / Piso24 und die heutigen Projekte zeigt dabei vor allem eines: Die Werkzeuge ändern sich. Die Aufgabe, Informationen, Systeme und Menschen sinnvoll zusammenzubringen, bleibt.
