Wenn über Digitalisierung gesprochen wird, beginnt die Diskussion häufig sehr schnell bei Produkten: CRM, ERP, Cloud, KI, Apps oder Automatisierung.
Dabei sollte Digitalisierung eigentlich früher beginnen. Bei der Frage:
Wie wird hier eigentlich gearbeitet?
Die Reihenfolge ist bewusst gewählt
- Menschen
- Arbeit
- Abläufe
- Informationen
- Systeme
- Technologie
Technologie steht in dieser Reihenfolge nicht am Anfang. Sie kommt dann ins Spiel, wenn klar ist, welche Arbeit unterstützt werden soll und welche Informationen dafür verlässlich fließen müssen.
Ein Beispiel aus dem Handwerk
Ein Handwerksbetrieb braucht nicht automatisch eine neue App, nur weil Informationen zwischen Baustelle und Büro verloren gehen.
Zunächst sollte verstanden werden:
- Wer benötigt welche Information?
- Wo entsteht sie?
- Wie wird sie heute weitergegeben?
- Warum geht sie verloren?
- Wer benötigt sie anschließend?
- Welche vorhandenen Werkzeuge sind bereits beteiligt?
Erst danach stellt sich die technische Frage.
Vielleicht ist die Lösung eine App. Vielleicht eine Automatisierung. Vielleicht eine bessere Verbindung vorhandener Systeme. Vielleicht lediglich ein klarerer Ablauf.
Menschen gehören zum Ausgangspunkt
Digitalisierung darf nicht bedeuten, bestehende Arbeitsweisen einfach in Software zu pressen.
Gerade Mitarbeiter besitzen häufig Wissen über Abläufe, Ausnahmen und Probleme, das in keinem Prozessdiagramm und keinem System dokumentiert ist. Sie wissen, welche Information in der Praxis zählt, wann eine Regel nicht passt und wer bei einer offenen Frage tatsächlich weiterhelfen kann.
Dieses Wissen gehört zum Ausgangspunkt – nicht erst in die Phase nach einer technischen Entscheidung.
Die Kernaussage
Digitalisierung beginnt nicht mit der Frage, welche Software wir einsetzen wollen.
Sie beginnt damit, zu verstehen, wie Menschen heute arbeiten.
Technologie kommt danach.
Was das für eLords bedeutet
Das ist ein grundlegender Teil der Denkweise hinter eLords.
Nicht jedes Problem braucht neue Software. Nicht jede Arbeit muss automatisiert werden. Der erste Schritt ist, Menschen, Arbeit, Abläufe und Informationen ernst zu nehmen – und dann zu entscheiden, wo Technik sinnvoll unterstützen kann.
