Historisches Artefakt

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MSE – Modular System Environment

Ein früher Architekturansatz für universelle Daten, Beziehungen, Inventories und frei komponierbare Arbeitsoberflächen.

Abstrakte modulare Objekte und Beziehungen als visuelle Einordnung von MSE

MSE – Modular System Environment ist ein historisches Software- und Architekturprojekt. Es wird nicht weiterentwickelt und ist ausdrücklich keine technische Grundlage des heutigen eLords.

Nicht die alte Architektur wird übernommen. Die damals gewonnenen Erfahrungen bleiben erhalten.

Die Idee

Unternehmenssoftware besteht häufig aus voneinander getrennten Dateninseln und Anwendungen. MSE untersuchte einen anderen Ansatz: Informationen sollten abstrakt beschrieben, miteinander verbunden und anschließend in unterschiedlichen Anwendungskontexten verwendet werden können.

Im Mittelpunkt standen unter anderem Assets und Asset-Typen, Referenzen zwischen Daten, universeller API-Zugriff, Ownership und Permissions, User Inventories sowie kontextbezogene Informationen. Die Frage war nicht nur, wo Daten gespeichert werden. Es ging auch darum, wie dieselben Informationen in unterschiedlichen Sichten und Arbeitsbereichen nutzbar werden können.

Vom Asset zum Arbeitsplatz

  1. Asset
  2. AssetType
    Relations
  3. Permissions
    Inventory
  4. Apps & Widgets
  5. Cockpit
  6. Mensch

Diese Darstellung beschreibt ein damaliges Denkmodell. Sie ist keine Darstellung der heutigen eLords-Architektur.

WebOffice

Das produktive MSE/WebOffice arbeitete unter anderem mit einem Asset-/Relationsmodell und einer eigenen browserbasierten UI-Architektur.

Benutzer konnten eigene Cockpits zusammenstellen. Apps und Widgets bildeten unterschiedliche fachliche Arbeitsbereiche ab; ein Widget konnte dabei selbst eine vollständige interaktive Mini-Anwendung sein. Umsatzanalyse, Lagerverwaltung, Packstation, Apps-&-Widgets-Auswahl oder Cockpit-Konfiguration waren unterschiedliche Sichten auf Informationen und Funktionen innerhalb einer gemeinsamen Oberfläche.

Historische Oberflächen werden bewusst nicht künstlich modernisiert. Sobald freigegebene Original-Screenshots vorliegen, werden sie hier als „Historische Oberfläche – MSE WebOffice“ ergänzt.

Experimente

MSE bestand nicht aus einer geraden Produkt-Roadmap, sondern aus unterschiedlichen Entwicklungsstufen:

  • frühe PoCs,
  • ein produktiv eingesetztes Asset-/Relationsmodell,
  • spätere mse_C_*-Experimente.

Die mse_C_*-PoCs untersuchten weiterführende Abstraktionen rund um Data, Entity, Reference und ContextRelation. Sie waren nie produktiv im Einsatz. Ihre Rolle war nicht, ein späteres Architekturmodell vorwegzunehmen, sondern Fragen praktisch zu untersuchen.

Was davon bleibt

Nicht Code. Nicht Framework. Nicht Datenbankschema.

Wir übernehmen keine alte Architektur. Wir übernehmen bereits gemachte Erfahrungen.

Einige der damaligen Fragen begegnen uns heute erneut – unter völlig anderen technischen Voraussetzungen:

  • Wie lassen sich Informationen universell beschreiben?
  • Wie trennt man Daten von ihrer Bedeutung in einem konkreten Kontext?
  • Wie können unterschiedliche Produkte dieselben Informationen interpretieren?
  • Wie organisiert man Ownership, Sharing und verfügbare Informationen?
  • Wie entstehen aus einer gemeinsamen Datenbasis unterschiedliche Arbeitsoberflächen?

Moderne Plattformarchitekturen, Knowledge Graphs und KI verändern die möglichen Antworten grundlegend. MSE ist deshalb kein Legacy-System, das migriert werden soll, sondern ein technisches Zeitdokument und eine Erfahrungsquelle.

Warum liegt das im DigitalLabor?

Das DigitalLabor bewahrt solche Artefakte nicht aus Nostalgie. Technische Entwicklung bedeutet auch, frühere Entscheidungen, Irrwege und Erkenntnisse nachvollziehen zu können.

MSE zeigt, dass manche Fragen heute neu beantwortet werden können, obwohl sie schon früher praktisch untersucht wurden. Das System selbst gehört ins Archiv. Die Erfahrungen daraus gehören weiterhin zum Wissen von eLords.